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Festbericht über das 320. Schützen- und Volksfest in Buschbell vom 16.-18. August 2003
In diesem Jahr war alles ein bisschen anders. Wegen des späteren Termins konnte das Aufbauen schneller als gewöhnlich erledigt werden, so dass die Schützen am späten Samstagnachmittag sich ziemlich ausgeruht daran machen konnten, den Präsidenten und die Würdenträger am Hause des amtierenden Königspaares Ferdi und Heike Hahn abzuholen. Mit dabei waren auch die Mauritiusschützen aus Bachem, zum Ausgleich dafür, dass sie am nächsten Tag fehlen würden. Nach einer kleinen Stärkung zog man dann zum Festplatz, wo sich der Biergarten langsam füllte. Bei den Klängen der Band „JET SET“, die vor allem mit ihren Oldies zu begeistern wusste, griffen dann auch wieder einige interessierte Bürger zu Kimme und Korn und kämpften in den Wettbewerben. Das Bürgerpokalschießen wurde schließlich zu einem „Busse-Schießen“, denn alle Sieger, allen voran Helmut Busse, entstammen dieser einen Familie. Beim Bürgerkönigsschießen setzte sich Doreen Stitzel mit dem 130. Schuss durch. Am nächsten Morgen zogen die Schützen nach dem Kirchgang wieder durch den Ort, um am Ehrenmal der Toten zu gedenken. Während des anschließenden Frühschoppens zeigte der zweite Vorsitzende Hans-Dieter Müller wieder einmal, dass er sich dagegen um die Kranken kümmert und überreichte einer Vertreterin der Elterninitiative Herzkranke Kinder Köln e.V. einen Scheck über beachtliche 1.000 Euro. Wie auch am Vorabend füllte sich der Festplatz am Sonntagnachmittag nur allmählich, denn einige unserer befreundeten Vereine mussten sich aufteilen oder konnten gar nicht erscheinen, so dass der doch recht kurze Festzug nicht besonders unter dem Fehlen unseres Stammtambourcorps litt, das wegen eines tragischen Unglücks seine Teilnahme hatte absagen müssen. Kurz nach dem Ehrenpreisschießen begann langsam und schleichend der große Regen, der wohl seinen Teil dazu beitrug, dass schon gegen 22 Uhr auf dem Festplatz betrübliche Leere herrschte. Aber verglichen mit dem Übel, das Petrus am Schützenfestmontag für uns bereit halten sollte, ging es hier noch harmlos zu. In den regnerischen Tag startete die Schützenfamilie mit einem guten Frühstück, das von der Schützenliesel Helene Reichmann und vom Scheibenkönig Karl-Willi Schnatz gestiftet worden war. In aller Ruhe ging man dann zum Industrievogel- und Ritterschießen über. Bei letzterem setzte sich Karl-Willi Schnatz vor Hans-Willi Stemmler durch. Beim Gang zum Schießstand wurden sie sicher genauso nass wie die Damen, die am späten Nachmittag die Schützenliesel ermittelten. Es setzte sich zum fünften Mal Rosemarie Wichterich durch. Die Frage, welchen Titel man solch einer Rekordhalterin zu geben hätte, blieb unbeantwortet. Einen Rekord brachte dann auch das Königsschießen, denn im Vergleich zu den Zwei- bis Drei-Mann-Runden der vergangenen Jahre bemühten sich bis zum Schluss noch sieben Schützenschwestern und –brüder um die höchste Würde im Verein. Aus dem fairen und entspannten Wettkampf ging schließlich Heinrich Cremer hervor, der den hölzernen Vogel mit dem 193. Schuss von der Stange holte. Bei der Proklamation der neuen Majestäten wurden auch nicht die bislang geheim gehaltenen Sieger der übrigen Wettbewerbe vergessen: Hans-Dieter Birk wurde mit einem 61er Teiler neuer Scheibenkönig, Christopher Huppertz ist Prinz und Jonas Merkelbag Schülerprinz. Und so waren am Ende des Festes, trotz des Regens und der zeitweise bedrückenden Leere auf dem Platz, doch alle zufrieden und blicken nach vorne auf ein neues Schützenfest, das nicht mehr mitten in der Urlaubszeit liegen und wieder auf seinem gewohnten Termin stattfinden wird. Und sicher wird dann wieder alles ein bisschen anders.
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