Satzung der St. Sebastianus-Schützenbruderschaft Buschbell 1683 e.V.

In der Fassung vom 9. Juni 1989, zuletzt geändert am 3.3.2012

 

§ 1
[Name; Sitz; Zweck der Bruderschaft]

Die St. Sebastianus-Schützenbruderschaft Buschbell 1683 e.V. hat ihren Sitz in Frechen-Buschbell und verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung. Kirchlich ist die Bruderschaft mit der Pfarrkirche St. Ulrich verbunden und gehört dem Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften (B.H.D.S.) und dem Rheinischen Schützenbund (RSB) an.

Die Bruderschaft ist im Vereinsregister des Amtsgerichts Köln unter der Nummer 24VR5744 Blatt 8 eingetragen.

Zweck der Bruderschaft ist die Förderung des Schützenwesens, des Schießsports und der Heimatpflege. Der Satzungszweck wird verwirklicht insbesondere durch das jährliche Schützen- und Volksfest, sportliche Übungen und Leistungen, der Jugendarbeit und Errichtung von Sportanlagen.

 

§ 2
[Nichtduldung der Verfolgung wirtschaftlicher und politischer Ziele]

Die Bruderschaft ist selbstlos tätig, sie verfolgt nicht in erster Linie wirtschaftliche Zwecke.

Etwaige Gewinne dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Gewinnanteile und in ihrer Eigenschaft als Mitglieder auch keine sonstigen Zuwendungen aus Mitteln der Bruderschaft. Die Verfolgung geschäftlicher und politischer Ziele werden in der Bruderschaft nicht geduldet.

 

§ 3
[Mitgliedschaft in der Bruderschaft]

Mitglied kann jede unbescholtene Person ohne Rücksicht auf eine Konfessionszugehörigkeit werden, die sich gemäß §§ 1 und 2 der Satzung zur Einhaltung derselben verpflichtet. Die Anmeldung hat schriftlich zu erfolgen. Der Vorstand entscheidet nach sorgfältiger Prüfung der persönlichen Verhältnisse, ob der sich Anmeldende aufgenommen wird. Die Aufnahme erfolgt auf der Mitgliederversammlung und in offener Wahl, wobei Stimmenmehrheit erforderlich ist.

Freunde und Gönner der Bruderschaft, denen es aus besonderen Gründen nicht möglich ist, am aktiven Vereinsleben teilzunehmen, können als Förderer an die Bruderschaft gebunden werden. Über die Bindung entscheidet ausschließlich der Vorstand. Förderer gelten nicht als Mitglieder im Sinne von § 3, Satz 1 dieser Satzung; sie sind innerhalb der Versammlungen der Bruderschaft nicht stimmberechtigt und gelten bei anderen Veranstaltungen der Bruderschaft als Gäste.

Personen, die sich durch besondere Verdienste um die Bruderschaft ausgezeichnet haben, können zu Ehrenmitgliedern ernannt werden. Über die Ernennung entscheidet die Mitgliederversammlung mit einfacher Mehrheit auf Vorschlag des Vorstandes.

 

§ 4
[Jugendabteilung]

Jugendliche bis zum vollendeten 21. Lebensjahr können in einer Jungschützenabteilung zusammengefasst werden. Der Leiter dieser Abteilung ist der Jungschützenmeister, der von der Bruderschaft auf Vorschlag der Jungschützenabteilung gewählt wird.

 

§ 5
[Vorstand der Bruderschaft]

Der Vorstand besteht aus:

1. Brudermeister (genannt Präsident),

Stellvertretenden Brudermeister,

Schatzmeister, Schriftführer, Kommandant, Schießmeister,

Jungschützenmeister und Sprecher der Sportschützen.

Das Nähere regelt eine Geschäftsordnung, die von der Mitgliederversammlung gegeben wird.

Zum Vorstand gehören als ordentliche Mitglieder der Pfarrer der Pfarre St. Ulrich als geistlicher Präses und der König des laufenden Jahres.

Die zu wählenden Vorstandsmitglieder werden jeweils für die Dauer von vier Jahren gewählt. Beim vorzeitigen Ausscheiden eines Vorstandsmitglieds erfolgt Ersatzwahl für den Rest der Amtszeit.

Vorstand im Sinne des Gesetzes (BGB) ist der Präsident und sein Stellvertreter, sowie der Schatzmeister. Sie vertreten die Bruderschaft gemeinsam. Zeichnungsberechtigt sind jeweils zwei Mitglieder des Geschäftsführenden Vorstands.

 

§ 6
[Versammlungen der Bruderschaft; Wahl des Vorstands]

Die Mitgliederversammlung und die Vorstandsversammlung werden von dem Präsidenten einberufen. Die schriftliche Einladung erfolgt spätestens eine Woche vor der Versammlung. Aus wichtigen Gründen kann der Präsident kurzfristig eine außerordentliche Versammlung einberufen. Zu Beginn eines jeden Jahres findet eine Generalversammlung statt, in welcher der Kassenbericht und der Jahresbericht zu erstatten sind. Über alle Versammlungen ist ein Protokoll zu führen, welches vom Präsidenten und vom Schriftführer zu unterzeichnen ist.

Die Wahl des Präsidenten muss mit 2/3-Stimmenmehrheit erfolgen, die der anderen Vorstandsmitglieder mit einfacher Mehrheit. Wahlberechtigung: aktiv ab 16 Jahre, passiv für den Geschäftsführenden Vorstand ab 21 Jahre.

 

§ 7
[Beiträge]

Die Beitragshöhe wird in der Beitragsordnung geregelt.

Über die Höhe sämtlicher Beiträge entscheidet die Generalversammlung mit einfacher Mehrheit.

 

§ 8
[Ende der Mitgliedschaft]

Aus der Bruderschaft scheiden unter Verlust aller Ansprüche die Mitglieder, die

  • sich schriftlich beim Vorstand abmelden
  • das Ansehen der Bruderschaft schädigen
  • die bürgerlichen Ehrenrechte verlieren

Ferner kann ein Mitglied ausgeschlossen werden, das die Satzung gröblich verletzt, sich am Vereinsleben nicht mehr beteiligt, die Beitragszahlung verweigert oder gegen die Interessen der Bruderschaft arbeitet. Über den Ausschluss eines Mitgliedes entscheidet der Vorstand. Dem auszuschließenden Mitglied ist die Gelegenheit zur Rechtfertigung zu geben. Die Mitgliedschaft endet mit dem Tage des Ausschlusses. Eine Wiederaufnahme nach Ausschluss kann nicht mehr erfolgen.

 

§ 9
[Feste und Würdenträger]

Das Patronatsfest wird jedes Jahr im Januar nach altem Brauch gefeiert. An größeren kirchlichen Festen nimmt die Bruderschaft in Schützentracht teil. Sie stellt am Fronleichnamstage das Ehrengeleit für das Allerheiligste.

Das Schützenfest findet jeweils im Juli statt.

Die Würde des Schützenkönigs kann jeder Traditionsschütze nach den jeweils gültigen Altersbeschränkungen des B.H.S.B. erringen, der seinen Verpflichtungen gegenüber der Bruderschaft nachgekommen ist.

Den Titel Schülerprinz und Prinz können alle Traditionsschützen  nach  den  jeweils  gültigen  Altersbeschränkungen  des B.H.S.B. erringen.

Die auswärtigen Schützenfeste werden als Pflichtfeste besucht.

Den Titel Scheibenkönig können alle aktiven Schützen der Bruderschaft nach den geltenden Richtlinien des RSB erringen.

Den Titel Jungkönig können alle aktiven Schützen der Bruderschaft nach den geltenden Richtlinien des RSB erringen.

Bürgerkönig kann jeder Bürger mit Hauptwohnsitz in Frechen werden. Aktive Schützen der Bruderschaft werden ausgeschlossen.

Schützenliesel können alle Damen der Bruderschaft werden. Die Traditionsschützen, die am Schützenlieselschießen teilnehmen, werden im selben Jahr vom Königsschießen ausgeschlossen.

 

§10
[Kirchliches]

Die Mitglieder sollen nach Möglichkeit an den beiden heiligen Messen teilnehmen, die die Bruderschaft jedes Jahr halten lässt. Die erste heilige Messe am Patronatstage findet zu Ehren des heiligen Sebastian, die andere am Schützenfest für die Lebenden und Verstorbenen der Bruderschaft statt. Außerdem legt die Bruderschaft einen Kranz am Ehrenmal nieder.

 

§11
[Sportschießen]

Die Mitglieder sollen sich am sportlichen Schießen der Bruderschaft, das sich nach den Bestimmungen des B.d.H.D.S., der FICEP (internationaler katholischer Sportbund) und des RSB richtet, beteiligen.

 

§12
[Soziale Fürsorge]

Die Bruderschaft sorgt auch auf sozialem Gebiet für ihre Mitglieder, insbesondere durch Bestehen einer Unfallversicherung. Die Begleiter des Königs, des Prinzen sowie des Bürgerkönigs und der Schützenliesel sind für das laufende Regierungsjahr Mitglied der Bruderschaft ohne Stimmrecht.


Niemand verliert seine Mitgliedschaft durch unverschuldete Bedürftigkeit oder Armut. Diese beiden Gründe stehen auch einer Aufnahme nicht entgegen.

 


§13
[Auflösung der Bruderschaft]

Die Auflösung der Bruderschaft kann nur in einer eigens zu diesem Zweck einberufenen außerordentlichen Versammlung mit Zustimmung von zwei Dritteln der anwesenden Mitglieder erfolgen.

Bei Auflösung der Bruderschaft oder bei Wegfall ihres Zwecks fällt das Vermögen, soweit es die eingezahlten Kapitalanteile der Mitglieder und den gemeinen Wert (Ursprungswert) der von den Mitgliedern geleisteten Sacheinlagen übersteigt, an die Stadt Frechen zur Förderung des Schießsports.

 

§14
[Satzungsänderung]

Die Satzung kann nur auf einer General- oder außerordentlichen Versammlung mit zwei Dritteln Stimmenmehrheit der anwesenden Mitglieder geändert werden. Vorschläge für eine Satzungsänderung sind beim Vorstand schriftlich einzureichen.

 

§15
[Durchführungsbestimmungen]

Die Satzung kann durch Durchführungsbestimmungen ergänzt werden. Diese sind von der Mitgliederversammlung von Fall zu Fall zu beschließen. Die Beschlüsse sind im Protokollbuch festzuhalten.

 

Die Satzung wurde auf der außerordentlichen Mitgliederversammlung am 9. Juni 1989 beschlossen
und zuletzt auf der Jahreshauptversammlung am 03. März 2012 geändert.

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